Der sensible Umgang mit der Natur sowie die Berücksichtigung des wertvollen Baumbestandes einerseits und die Ausnutzung der grandiosen Panoramasituation andererseits, führten zu einem zurückhaltenden und in der Höhenentwicklung angemessenen Gebäudekörper, der sich durch seine freie Form harmonisch in die Natur integriert und an den Nahtstellen mit ihr verschmilzt. Der Erhalt der besonderen Baumgruppe im Südwesten (zwei stattliche Linden und eine alte Eiche) als Fixpunkt für dieses Areal war der Ausgangspunkt für die Entwicklung des Gebäudekonzeptes. Durch das Zurücksetzen des Baukörpers hinter diese Baumgruppe wird die prägende Silhouette der Natur erhalten. Sowohl die „Fernsicht“ aus Horben, wie auch die Sicht des ankommenden Gastes werden dadurch wohltuend begleitet. Die aus den vorhandenen Höhenverläufen entwickelte freie Form des dynamischen Baukörpers ermöglicht eine optimale Ausrichtung aller Zimmer: vom Schwarzwald im Osten, über die Gebirgsausläufer (Frauenhemd) im Süden bis in die Rheinebene im Westen und Norden. Durch die geplante Durchmischung der ein- und zweibündigen inneren Erschließung entstehen zwei attraktive helle und übersichtliche Zimmergeschosse mit grandiosen Ausblicken in die Natur. Das zurückgesetzte Attikageschoss duckt sich in die Bergkuppe und wirkt dadurch angenehm auf die Höhenentwicklung, die nach wie vor durch den bestehenden Baumbestand bestimmt wird. Hotelvorfahrt und Erschließung liegen westlich, in unmittelbarer Nähe zur Tiefgarage. Hierdurch wird die beste Panoramalage mit seinen Terrassen und den Linden freigestellt und nicht durch den Verkehr gestört. Die funktionale Anordnung des Sport-, Natur- und Gesundheitsbereiches entwickelt sich im Norden mit herrlichem Blick in die Rheinebene und den Schwarzwald.
Aktuelles
Fertigstellung Juni 2024 (2.BA)
BGF 7.900 qm
Das Altenpflegeheim St. Elisabeth befindet sich in der Karlsruher Straße in Hockenheim und liegt auf einem 4000 m² großen Grundstück direkt am Kraichbach, eingebettet zwischen Ebert‑Park und dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau. Durch die ruhige und doch sehr zentrale Lage bieten sich den Bewohner*innen alle Einkaufsmöglichkeiten für die Bedürfnisse des täglichen Lebens.
Das Altenheim besteht aus dem 1700 m² großen Erdgeschoss, in welchem sich die Tagespflege, die Kapelle, die Küche, die Cafeteria und die Verwaltung mit ihren dazugehörenden Nutzräumen befinden. Im 1. – 3. Obergeschoss liegen um einen zentralen verglasten Innenhof angeordnet die Zimmer der 99 Bewohner*innen aufgeteilt in drei Wohngruppenbereiche mit mehreren Gemeinschaftsbereichen. Aufgrund des seit 2020 in Kraft getretenen neuen Landesheimgesetzes muss das bestehenden Altenheim St. Elisabeth in zwei Abschnitten neu errichtet werden, da ein Umbau des Bestandes aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht möglich war.
Die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes erflolgte Ende 2021 die des zweiten Bauabschnittes wird bis Juni 2024 folgen.
Fertigstellung 2021
BGF 1.900 qm
Das 1973 errichtete Büro- und Geschäftshaus in der Kaiser-Joseph-Straße – in prominenter Nachbarschaft zum Martinstor – ist in der Innenstadt von Freiburg ein architektonisches Unikat. Der freistehende Sichtbeton-geprägte Baukörper, der nach den Plänen von Gerhard Assem für den Volkswohl-Bund entworfen wurde, ist ein typisches Stück „Kaufhaus-Architektur“ der 1970er Jahre und ist daher denkmalgeschützt. Die leichte Glasband-Fassade mit ihren außenliegenden, über die Betonbrüstungen reichenden, Aluminium-Lisenenprofilen gliedert das Gebäude, gibt ihm, trotz seiner Gedrungenheit, Vertikalität und schafft die städtebauliche Einbindung in die historische Umgebung.
Im Auftrag des neuen Eigentümers, der die architektonischen Besonderheiten des Gebäudes sehr wertschätzt, und zusammen mit dem Landesdenkmalamt haben wir die Fassaden, soweit technisch möglich, mit großem Aufwand erhalten und gesichert.
Der komplette Innenausbau, der im Laufe der letzten Jahrzehnte mehrfach umgebaut und verbaut wurde, wurde auf das ursprüngliche Raumkonzept zurückgeführt. Die technische Ausrüstung konnte vollständig erneuert werden. Die bauphysikalischen Mängel des an sich ungedämmten Gebäudes wurden im Rahmen der Sanierung weitestgehend optimiert.
Fertigstellung 2020
BGF 740 qm
Auf dem Gelände des Christophorus Jugendwerks, entlang der östlichen Grundstücksgrenze, wurde von uns zusammen mit dem Jugendwerk ein neues Wohngruppengebäude für acht bis zehn Jugendliche geplant und errichtet.
Das Gebäude besteht aus Unter- und Erdgeschoss sowie einem Obergeschoss mit Satteldach. Die Erschließung des Gebäudes erfolgt über eine Treppenanlage, die bis in den Dachraum führt. Neben den Wohn- und Aufenthaltsräumen mit voll ausgestatteter Kücheneinrichtung verfügt die Wohngruppe im Erdgeschoss über einen Lern- und Bildungsraum. Für die Betreuungspersonen steht in Verbindung mit dem Eingangsbereich ein Leitungszimmer zur Verfügung. Komplettiert wird das Erdgeschoss durch ein Bewohnerzimmer mit barrierefreiem Zugang. Im Obergeschoss entstanden fünf Einzelzimmer mit jeweils einer zugeordneten Nasszelle sowie zwei Zimmer mit der Möglichkeit, ein Reservebett unterzubringen. Für die Betreuungsperson wird ein Ruheraum mit kleiner Nasszelle eingerichtet. Die Lager-, Keller- und Technikräume sowie ein Wasch- und Trockenraum sind im Untergeschoss untergebracht.
Das Gebäude orientiert sich in Höhe, Außenabmessungen und Fassadenstruktur an der angrenzenden, ortsüblich eher ländlichen, Bebauung und fügt sich maßstäblich sehr ruhig in die Umgebung ein.
Fertigstellung 2019
BGF ca. 1.200 qm
Für ein wunderschönes Eckgrundstück im südwestlichen Teil der Freiburger Wiehre durfte eine neue Bebauung entwickelt werden. Das vorhandene Wohngebäude wies einige konstruktive Schäden (Setzungsschäden) auf. Ursache war vermutlich eine circa sieben Meter unter dem Gelände liegende Torflinse, die bei Errichtung des ursprünglichen Gebäudes zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht bekannt war und daher in der Gründung nicht berücksichtigt werden konnte.
Die Vorgaben eines alten Baufluchtenplanes wahrend, entwickelten wir einen schlichten dreigeschossigen Baukörper mit Walmdach ohne Dachüberstand. Auf einer kleinen Tiefgarage aufgestellt, bietet das Haus Raum für drei großzügige Mietwohnungen mit sehr schönen Südwest Balkonen und Terrassen mit nahezu unverbaubarem Blick Richtung Lorettoberg. Die Fassaden des Gebäudes sind großteils durch ein einheitliches vertikales Fensterformat gegliedert, welches die schlichte Eleganz des Gebäudes stärkt.
Ein großer, roter japanischer Fächerahorn konnte in den Außenanlagen erhalten werden und ergibt zusammen mit der weißen Fassade im Hintergrund ein wunderschönes Gesamtbild.
Fertigstellung 2018
BGF 10.500 qm
Auf dem Grundstück entlang der Hermann-Mitsch-Straße in Freiburg entstand ein Multifunktionsgebäude für das Autohaus Märtin. Das Grundstück hat eine Größe von ca. 15.000 m² und ist dreiseitig erschlossen.
Das Gebäude besteht aus zwei gegeneinander verschobenen kubischen Riegeln sowie einem separaten Baukörper als Räder-Lager und einem Parkdeck zur Unterbringung der Neuwagen. Im nördlichen Teil des Gebäudes sind im Erdgeschoss die Ausstellungen von BMW und Mini untergebracht. An der Trennwand zum rückwärtigen Werkstattgebäude hängt ein Galeriegeschoss mit Büroräumen. Im südlichen Gebäuderiegel finden sich, außer der Werkstatt, das Teilelager, verschiedene Serviceflächen sowie Sozialräume. Das Obergeschoss bietet Raum für eine Multifunktionsfläche, die gemäß den Vorstellungen des Bauherrn sowohl als Büro- und Konferenzbereich (auch Drittnutzer*in/Mieter*in) als auch als Garage für „Sonderfahrzeuge“ genutzt wird. Im Untergeschoss befinden sich eine Tiefgarage mit Stellplätzen für die Mieter*innen im Gebäude, Arbeitsplätze für die Fahrzeugaufbereitung und -auslieferung bzw. die Gebrauchtwagen-Ausstellungsfläche (Tiefhof).
Der im Sommer 2018 unter Moderation von Barbara Schöneberger eröffnete Neubau ist ein gelungenes Beispiel für die enge und intensive Zusammenarbeit in anspruchsvollen Aufgaben mit unseren oftmals privaten Bauherren.
Fertigstellung 1996 & 2018
BGF ca. 12.500 qm
Auszeichnung
Beispielhaftes Bauen 1988-1998,
Neue Architektur in Freiburg 1992-1998
Das Beratungs- und Verbandshaus des Caritasverbandes liegt in verkehrsgünstiger Lage am Ortsrand zum Freiburger Stadtteil Lehen. Abteilungen verschiedener katholischer Einrichtungen und Verbände wurden in diesem Gebäude mit ca. 160 Arbeitsplätzen sowie Beratungs- und Konferenzräumen zusammengefasst. Die straßenbegleitende Anordnung der beiden Baukörper – mit einer markanten zweigeschossigen Kopfausbildung – lassen keinen Zweifel über die Zugangssituation des Hauses. Im Anschluss an das Foyer befindet sich eine viergeschossige Halle, die das Gelenk der beiden Baukörper bildet. Nach außen wirkt das Gebäude zeitlos und zurückhaltend mit seinen weißen Putzflächen und großen Fensterbändern.
Der örtliche Zusammenschluss der verschiedenen Abteilungen des Diözesancaritasverbandes (DICV), der 1996 mit dem Neubau in Lehen begann, hat sich in den letzten 20 Jahren als richtiger und wirtschaftlich sinnvoller Schritt erwiesen. Auf Grund von weiteren möglichen räumlichen Zusammenschlüssen entschied sich der DICV 2016 für eine Erweiterung seines Standortes um ca. 50 Prozent. Diese Erweiterung konnten wir 2018 mit einem errichteten dritten Baukörper abschließen.
Die Einhaltung der Qualitäten des Bestandsgebäudes hatte beim Neubau höchste Priorität, um für die Mitarbeiter*innen gleiche Arbeitsbedingungen zu schaffen.
An der Schnittstelle zwischen Bestand und Neubau wurde eine großzügige Mitarbeitenden-Cafeteria konzipiert, die direkt neben den Konferenzräumen des Bestandsgebäudes liegt und zusätzlich für Bewirtungen von Externen ausgestattet ist.
Die Energieversorgung des Neubaus erfolgt über eine Grundwasser Wärmepumpe.
Fertigstellung 2008-2020
BGF 4.400 qm
Das Kirchliche Rechenzentrum Südwestdeutschland in Karlsruhe – Eggenstein ist ein Projekt an dem wir in drei Abschnitten seit mehr als zehn Jahren tätig sind. 2008 wurde eine erste Erweiterung an einem aus 2 Bestandbauköper bestehenden Gebäudekomplex fertiggestellt welche 2019 durch eine 2 Erweiterung ergänzt wurde und 2020 mit der Sanierung des bisher nicht sanierten Bestandsbaukörpers komplettiert wird.
Der Erweiterungsbau aus 2008 ist der insgesamt dritte Bauabschnitt am Standort in Eggenstein. Der Neubau beinhaltet das eigentliche Herz des Unternehmens, das Hochleistungsrechenzentrum im Standard der Hochverfügbarkeit. Dieses hochmoderne Rechenzentrum in Modularbauweise befindet sich in einem sicherheitstechnisch abgeschotteten Bereich des Erdgeschosses. Gleich nebenan wurde eine gut ausgestattete Cafeteria für die insgesamt 80 Mitarbeitenden eingerichtet. Im Obergeschoss entstanden 20 neue Büroarbeitsplätze für den IT-Bereich des Unternehmens. Mit der 100%igen Abwärmenutzung des Rechenzentrums sowie der kompakten Gebäudekubatur und der Verwendung von hoch wärmedämmenden Materialien wurde ein innovatives Energiekonzept umgesetzt. Der Einsatz von Fußbodenheizungen sowie Heiz- und Kühldecken ergänzt diese auf Nachhaltigkeit ausgelegte Bauweise, die sich an den Kriterien der Green-Building-Idee orientiert.
2019 wurde dem deutlich gestiegene Bedarf an Arbeitsplätzen für Mitarbeitende sowie dem Bedarf an Schulungsflächen mit einem 2ten Neubau sowie der Vergrößerung des Grundstückes und der Stellplatzflächen Rechnung getragen. Der Büro Neubau orientiert sich in Konstruktion, Fassade und Innenraummaterialität sehr an den Qualitäten aus dem 2008 errichtetet Gebäude. Die geplante weise Glattblechfassade zieht alle 4 vorhanden Bauköper zu einem in sich stimmigen Gesamtensemble zusammen.


















































































