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Geis & Brantner

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Wettbewerbe & Studien

Fertigstellung  Wettbewerb 2025
BGF 3.980 qm

In Zusammenarbeit mit
Atelier Gantner & Simon Mahringer

Die neue Grundschule fügt sich als weiterer Baustein selbstverständlich in das bestehende Schul-Ensemble ein und schließt die südliche Baulücke zu einem klar gefassten Campus. Mit dem Neubau entsteht in der Mitte ein großzügiger grüner Freiraum, der dem Ort eine neue Mitte gibt und Schule als gemeinschaftlichen Lebensraum erfahrbar macht. Die Topografie wird aufgenommen, die Erschließung klar geordnet und der Campus so ausgebildet, dass Aufenthalt, Bewegung und Ankommen selbstverständlich ineinandergreifen.

Funktional gliedert sich das Gebäude in einen offenen Eingangsbereich mit zentraler Halle und darüber liegende Lernhäuser, die den Schulalltag strukturieren und flexible Nutzungen ermöglichen. Gestalterisch nimmt der Neubau die Sprache des Bestands auf, ohne sie zu kopieren, und entwickelt daraus eine ruhige, eigenständige Architektur. Der Holzbau mit klarer Konstruktion, robusten Materialien und hohem Vorfertigungsgrad prägt die Erscheinung ebenso wie die Idee eines langlebigen, nachhaltigen und zeitgemäßen Schulgebäudes.

Grundschule HeilbronnGrundschule HeilbronnGrundschule HeilbronnGrundschule Heilbronn

Fertigstellung  Wettbewerb 2023
BGF 2.927 qm

Das neue Gemeindezentrum stärkt den historischen Ortskern und knüpft an die besondere Bedeutung des Ortes als Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens an. An einer Stelle, die von vielen Menschen täglich passiert wird, entsteht ein neuer Anlaufpunkt für Begegnung, Austausch und Zusammenkunft.

Der Entwurf entwickelt aus dieser zentralen Lage die Idee eines „Wohnzimmers“ für den Ort: ein offener, einladender Raum, der Geborgenheit vermittelt und zugleich selbstverständlich in die gewachsene Umgebung eingebettet ist. Die bestehende Struktur wird nicht verdrängt, sondern weitergedacht und in eine zeitgemäße Form überführt.

Durch die Neuordnung der Baukörper entsteht ein klar gefasster Dorfplatz, der dem Ort mehr öffentliche Aufenthaltsqualität gibt und die verschiedenen Nutzungen sinnvoll miteinander verbindet. Zwischen den Gebäuden öffnet sich ein Raum, der als gemeinsamer Mittelpunkt funktioniert und den Übergang zwischen Ankommen, Begegnen und Verweilen schafft.

Gestalterisch reagiert das Projekt mit einer zurückhaltenden, präzisen Architektursprache auf den Ort. Die Baukörper fügen sich in Maßstäblichkeit und Haltung in das Umfeld ein, ohne ihre Eigenständigkeit zu verlieren. So entsteht ein neues Zentrum, das den Bestand ergänzt, den öffentlichen Raum stärkt und dem Ort eine zeitgemäße Mitte gibt.

Dorfgemeinschaftshaus mit UmfeldDorfgemeinschaftshaus mit UmfeldDorfgemeinschaftshaus mit UmfeldDorfgemeinschaftshaus mit UmfeldDorfgemeinschaftshaus mit UmfeldDorfgemeinschaftshaus mit UmfeldDorfgemeinschaftshaus mit Umfeld

Fertigstellung  Wettbewerb 2021, 4. Platz
BGF 2.200 qm

Der hier vorgelegte Entwurf ordnet und strukturiert das Ensemble der Kramer-Mühle mit seiner über Jahrhunderte gewachsenen Gebäudevielfalt unterschiedlicher Bedeutung und Qualität. Der Erhalt und die Freistellung der historisch wertvollen Bausteine des Mühlenanwesens (Mühle, Gutshaus und Scheune) steht dabei im Vordergrund. Durch die Anordnung eines Ergänzungsbaus auf der Westseite entsteht ein dreiseitiges, hofartiges Ensemble bei gleichzeitiger Bildung einer attraktiven Mitte durch den Kraichbach als Erlebnisbereich der Gesamtanlage. Die Fassung der Gesamtanlage und Stärkung des Mühlen-Hofes mit dem Bach als zentralen, wieder erlebbaren Element über den dreiseitigen Abschluss des Hofes mit einem kleinen eingeschossigen Neubau im Westen der Anlage ist ein wichtiges Konzept-Prinzip. Genauso wie die Schaffung einer klaren und übersichtlichen Erschließung der zu nutzenden Flächen. Die Möglichkeit der Beteiligung und Integration der Bürger*innen bei der Planung bis zur Ausführung ist wichtiger Teil des Projekts.

Grundsätzlich ist die gesamte Anlage für größere Veranstaltungen, sowohl innerhalb der Gebäude als auch auf den attraktiven Freiflächen, sehr gut mit Parkmöglichkeiten durch den vorhandenen Parkplatz am Gemeindezentrum versorgt. Ein neues gläsernes Treppenhaus mit integriertem Aufzug wird als zentrales Erschließungselement, zwischen die Baukörper der Mühle und des Gutshauses, über dem Bach integriert. Von diesem zentralen Punkt aus lassen sich die verschiedenen Ebenen der beiden Bauteile bestmöglich erschließen, miteinander verbinden oder voneinander trennen. Die Mediathek bildet den wesentlichen Kern der gesamten Anlage. Das Erdgeschoss beinhaltet, außer den Räumen für Serviceleistungen und Nebenräumen im Osten, eine Anzahl freier Arbeitsplätze. Im südlichen Anbau mit Gartenanbindung befindet sich ein kleiner zweigeschossiger Lesesaal, der auch für kleine Veranstaltungen / Lesungen genutzt werden kann. In den oberen beiden Geschossen sind Gruppenräume für Vereine sowie die Hauptflächen der Mediathek mit den gewünschten Schulungsflächen untergebracht. Die Gastronomie ist neben der Mediathek die zweite zentrale Einrichtung in der Anlage. Der Zugang der Gastronomie erfolgt über den befestigten Hof und eine neue Bachbrücke, welche die beiden Hofteile verbindet. Der geplante Neubau ist dem Schwerpunkt Feste & Feiern gewidmet. Dieser kann als Seminar-, Tagungs- oder Vereinsfläche genutzt werden. Für die Gastronomie ergibt sich dadurch ganzjährig die Möglichkeit größeren Gruppen ein Bewirtungsangebot zu bieten. Gleichzeitig kann sie, in Kooperation mit dem Kulturverein, den ehemaligen Stall bespielen oder in Nachbarschaft zum neuen Trauhäuschen größere Feiern versorgen. Durch den Um- und Neubau entstehen Räume für Vereine, Gruppen und Seminare, Bereiche für Feste und Feiern, ein Kultur- und Veranstaltungssaal, ein Trauzimmer und eine Künstlerwerkstatt. Die Gestaltung der äußeren Freiflächen ermöglicht einen Grün- und Erholungsraum.

Kramer MühleKramer MühleKramer MühleKramer MühleKramer MühleKramer MühleKramer MühleKramer Mühle

Fertigstellung  2013
BGF 4.900 qm

Auszeichnungen

Hugo Häring Auszeichung 2014
Beispielhaftes Bauen 2005-2015
Architekturpreis Wein 2016
Badischer Architekturpreis 2019
Wein und Architektur 2020

Internetauftritt Bauherr

 

„Wir haben das Weingut in den Löss versenkt.“ Die Verschmelzung von Gebäude und Natur bei optimaler Nutzung der Gravitation für die Weinbereitung waren die entscheidenden Grundlagen des Entwurfs zum Neubau des Weingutes Franz Keller in Vogtsburg-Oberbergen. Im Einklang mit den Terrassen des Kaiserstuhls verbindet sich das Gebäude mit der Landschaft. Mit dem Konzept der drei Ebenen, welche gegeneinander versetzt sind, scheint das Gebäude mit der Umgebung zu verschmelzen und greift so gleichzeitig die für den Kaiserstuhl typische und prägende Terrassenlandschaft auf. Der harmonische Übergang von Natur und Gebäude besticht durch seine Selbstverständlichkeit. Sämtliche Dachflächen sind mit einem Wiesensaatgut vom benachbarten Badberg begrünt, welches eigens aus dem Naturschutzgebiet gewonnen wurde. So eingepasst in die einzigartige Kulturlandschaft bietet das Weingut gleichzeitig interessante Einblicke in die Produktionsabläufe und einen einzigartigen Panoramablick von der Terrasse des Weingutrestaurants „Kellerwirtschaft“ – Kaiserstuhl zum Anfassen. Mit dem Eingraben des Weingutes in die Erde entsteht das Energiekonzept von selbst durch die Natur. Die nach Norden ausgerichtete Lage des Grundstücks begünstigt diesen Effekt. Die natürliche Isolation des Erdreiches sorgt für ein gleich bleibendes Klima und die gewünschte konstante Temperatur, die zur Entwicklung und Lagerung des Weines optimale Voraussetzungen bietet. Dies ist die eigentliche entwurfsspezifische Grundlage für das energiebewusste und nachhaltige Konzept.

Weingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut KellerWeingut Keller

Fertigstellung  Studie 2017
BGF   ca. 7.000 qm

Das Weingut Karthäuserhof ist eines der ältesten deutschen Weingüter und verfügt ähnlich wie auch Schloss Johannisberg über die seltene Besonderheit die eigenen Reben direkt am hauseigenen großen Weinberg in einer einzigen zetrallen Großlage bewirtschaften zu können. Nach dem innerfamiliären Wechsel des Besitzer und Betreibers möchte es sich an die Spitze der deutschen Weingüter arbeiten. In sehr kurzer Zeit ist es, wie die ersten Auszeichnugen in 2019 zeigen, dem Eigentümer gelungen sein Team entscheidend zu verstärken und das Projekt bedeutend voran zu bringen. Wir durften mit der hier vorgestellten Studie in einem kleinen ausgewählten Architektenkreis bauliche Vorschläge für die Neuaufstellung des Weingutes vorstellen.

Die klare Trennung von Weingut und privatem Wohnen entspricht der Aufgabenstellung und differenziert die Bereiche öffentlich und nicht öffentlich. Mit dem Neubau einer modernen Weinproduktion nach den Gesetzen der Gravitation im südlichen Zufahrtsbereich zum Weingut in Verbindung mit dem Zugang des ehemaligen Kelterhauses entsteht die neue Visitenkarte des Karthäuserhofes. Es entsteht ein historisches Ambiente mit moderner und transparenter Produktion. Eine angemessene Gestaltung der Freifläche in diesem Bereich unterstützt diese spannende Kombination von Alt und Neu. Das Eingangsgebäude mit Präsentations- und Verkaufsflächen wird durch die Verglasung der 3 Rundbogen zu einem Schmuckstück und Aushängeschild des modernisierten Weingutes. An der Nahtstelle zum anschließenden Gebäude wird eine zentrale Erschließung mit Aufzug und Treppenverbindung zur Galerie und bis in den Kreuzgewölbekeller eingebaut, so dass von hier aus sämtliche Ebenen barrierefrei erreicht werden können. Von da aus erschließen sich Verkostungs- und Gastronomiefläche mit Terrasse und sensationellem Blick auf den Karthäuserberg. Das historische Probierzimmer rundet diesen Bereich ab, bevor man zu den Büroräumen gelangt. Die Dachstühle als Speicher sollten nicht ausgebaut, sondern im Sinn der Denkmalpflege wieder hergerichtet und in ihrem Bestand gesichert werden.

KartäuserhofKartäuserhofKartäuserhofKartäuserhof

Fertigstellung  Wettbewerb 2017
BGF 5.000 qm

Unter einer intensiv, dicht begrünten, weit auskragenden Dachplatte, die einer angehobenen Wiesenscholle gleicht, werden die benötigten einzelnen Produktionsräume des Weingutes dem Produktionsprozess folgend horizontal von West nach Ost und vertikal von oben nach unten gereiht. Die Gebäudehöhe und das oberirdische Gebäudevolumen sind bewusst auf ein mögliches Minimum reduziert, um sowohl die angrenzenden historischen Profanbauten als auch die wichtige, ortsprägende und direkt angrenzende Klostermauer in ihrer Bedeutung und ihrer Raumprägung zu erhalten. Ziel des Entwurfes ist ein Baukörper, der sich auf den ersten Blick – in der Fernwirkung – im Rahmen der Möglichkeiten des Raumprogramms und der eigenen Anforderungen maximal zurücknimmt und im Kanon der vorhandenen Baustile und Baukörper eine natürlich wirkende, unauffällige, untergeordnete Ergänzung bildet. Der Entwurf verzichtet bewusst auf klare gestalterische Brüche mit seiner Umgebung, um sich nicht hierüber selbst in den Vordergrund zu heben.

Landesweingut Kloster PfortaLandesweingut Kloster PfortaLandesweingut Kloster PfortaLandesweingut Kloster PfortaLandesweingut Kloster Pforta

Fertigstellung  Wettbewerb 2019
BGF 13.000 qm

Das für die Aufgabe gewählte Grundstück ist ein Idyll. Ein für die Gegend typischer und doch rar gewordener Naturraum prägt das Landschaftsbild und den bisherigen Ortsrand der Stadt. Als letzter Baustein des geplanten Neubaugebietes „Südlich Härlen“ schließen die Gebäude des Pflegezentrums direkt an die Natur an. Über eine Konzentration der Gebäude auf dem nördlichen Teil des Grundstücks wird bewusst der Bezug zu dieser Natur für einen größtmöglichen Teil des alten und neuen Wohngebiets erhalten, ohne dass sich das Pflegezentrum dadurch der hohen Qualität der Landschaft selbst verschließt. Die drei gesetzten Baukörper entwickeln sich fächerartig entlang der vorhandenen, natürlichen Höhenlinien, schmiegen sich sanft an den Hügel und werden von den Wiesen durchströmt. Der erste Bauabschnitt besteht aus zwei nicht unterkellerten Teilbaukörpern, die direkt an die neue Quartierserschließung angrenzen. Durch einen Baukörperversatz wird ein nördlich gelegener Platz geschaffen, der die öffentliche Anbindung und Erschließung für alle Besucher*innen und Bewohner*innen des Komplexes fasst. Die beiden Baukörper enthalten alle Bausteine des klassischen Pflegeheims, organisiert in der betriebswirtschaftlich aktuell effektivsten Form: Drei Geschosse mit je zwei Gruppen à 15 Bewohner*innen und den zugehörigen Gemeinschaftsflächen, der Verwaltung sowie der Tagespflege im darunterliegenden EG. Ein dritter, unterkellerter Teilbaukörper des ersten Bauabschnittes grenzt westlich an die ersten beiden Baukörper an und ist im EG baulich mit diesen verbunden. Die hier im Baukörperversatz erneut entstehenden Außenflächen dienen der Versorgung und Anlieferung sowie der Parkierung, was eine klare Abgrenzung von Anlieferung und Personenverkehr schafft. Der dritte Baukörper stellt mit den darin enthaltenen Küchen-, Personal- und Technikflächen die Versorgungseinheit des Pflegeheimes dar. Er beinhaltet im 1.OG die beiden besonderen Pflegebereiche der Jungen Pflege und die Beschützende Abteilung mit jeweils eigenen Außenbereichen. Dieser Baukörper dient des Weiteren als Sockel für den zweiten und dritten Erweiterungsbauabschnitt. Diese bestehen aus dem 2. und 3. Ober- sowie dem Attikageschoss. Der Entwurf arbeitet bewusst mit dem Mittel der Erweiterungsaufstockung, da es sowohl für den Betrieb wie auch für den Umgang mit den Grundstücksflächen die beste Lösung darstellt. Die Kompaktheit des Entwurfes ist Grundlage für die Gesamtwirtschaftlichkeit.

Pflegeheim Südlich HärlenPflegeheim Südlich HärlenPflegeheim Südlich HärlenPflegeheim Südlich Härlen

Fertigstellung Wettbewerb 3. Preis
BGF 6.500 qm

 

Wohnen in der Wiehre. Was kann es Schöneres geben? Das seit Mitte des 19. Jahrhunderts gewachsene bürgerliche Wohnviertel in Freiburg ist stark geprägt vom Wunsch seiner Bewohner*innen nach privater Erholung und den daraus entstehenden großzügigen, reich geschmückten, meist freistehenden Stadtvillen in grüner Umgebung. Der hier vorgelegte Entwurf für die Neubebauung des Geländes der ehemaligen Fortbildungsakademie des Deutschen Charitasverbandes e.V. greift die beiden markanten Merkmale des Stadteilquartiers auf: das freistehende Einzelhaus und die Klinkerfassade. Eine Gruppe von 4 Einzelhäusern mit Walmdach nimmt die Baukörperstrukturen der direkten Umgebung behutsam auf und schließt die durch den Abbruch entstandene Lücke maßstäblich und auf angemessene Weise. Die Baukörper ruhen auf einer gemeinsamen Tiefgarage und bieten durch ihre Anordnung entlang der beiden das Grundstück fassenden Straßen sowohl privaten Freiraum in den Baukörperzwischenräumen als auch einen sehr hochwertigen geschützten gemeinsamen Freiraum mit Spielplatz und Ruheort im Innenbereich der Gesamtanlage. Erschlossen werden alle 4 Baukörper über die im Norden liegenden Zugänge. Das vorgelegte Konzept bietet jeder Wohnung eine Loggia oder Terrasse.

Maria-Theresia-StrasseMaria-Theresia-StrasseMaria-Theresia-StrasseMaria-Theresia-Strasse

Fertigstellung  Wettbewerb 2016
BGF 42.000 qm

Der Baukörper für den Neubau der Volksbank Freiburg und der Aula des St. Ursula Gymnasiums entwickelt sich städtebaulich aus den Lichtraumprofilen der direkt angrenzenden Straßenräume der Eisenbahnstraße und der Bismarckallee. Die Höhenentwicklung des Baukörpers orientiert sich an den umgebenden Bebauungen, bleibt aber deutlich unter dem benachbarten Bahnhofsturm als städtischem Sonderhochpunkt. Ein Sockel aus 2 Geschossen nimmt die Fluchten der benachbarten Baukörper auf und schöpft bewusst die vorgegebenen Baugrenzen nicht aus. Der deutlich zurückspringende Sockel schafft die notwendigen öffentlichen und halböffentlichen Räume, die zur Erschließung der Bank, des Einzelhandels und des Hotels erforderlich sind. Im Bereich der Eisenbahnstraße wird der Straßenraum durch den Sockel deutlich aufgeweitet und gibt so dem Passanten und der Passantin die Möglichkeit, Zugang zum Gebäude zu bekommen und vor diesem in einem gefassten Raum zu verweilen. Es entstehen dadurch optimale Sichtbezüge und eine großzügige Orientierung. Im Bereich der Bismarckallee bildet der Baukörper zusammen mit dem neuen davorliegenden Platz ein Gegenstück zum Zugangsbereich des Hauptbahnhofes mit seinem bis an die Fahrbahnkante reichenden Dach. Der großflächig verglaste Sockelbau beinhaltet sowohl im Bereich der Bank als auch im Bereich des Hotels in beiden Ebenen öffentlich zugängliche Flächen und Nutzungen oder solche, die zu bestimmten Anlässen öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Neubau der Aula und der Musikräume für die Schule schließt im Norden mit einer geschlossenen Natursteinfassade an den transparenten Sockelbau der Bank an und betont seine Eigenständigkeit. Im Gegensatz zur Bank erfolgt die primäre Erschließung des Schulbaukörpers nicht über die öffentliche Straße, sondern über den geschützten Schulhof, zu dem hin sich das Gebäude großzügig öffnet. Die nicht öffentlichen Flächen der Bank und des Hotels sind in einem natursteinbekleideten Bauköper untergebracht, der im Bereich von angrenzenden Straßen deutlich über den Sockel hinaus kragt und sich aus dem Höhenprofil des 3- bis 7-geschossig gefassten Schulhofes über die 7-geschossige Eisenbahnstraße bis hin zum 11-geschossigen Hochpunkt an der Bismarckallee in die Höhe entwickelt. Die Fassaden des Gebäudes basieren auf einem 70 cm Grundraster, was sich im Hotelbereich in das gewünschte 3,5 m Raster und im Bankbereich in ein 1,4 m Raster gliedert. Die geforderte Umnutzbarkeit von Hotelflächen zu Bankflächen wird durch die Fassade gewährleistet. Die Eigenständigkeit von Hotel- und Banknutzung, die sich entlang der Eisenbahnstraße im höheren Anteil an geschlossenen Fassadenflächen auf Seiten des Hotels ablesen lässt, ist klar und gut ablesbar.

VolksbankarealVolksbankarealVolksbankarealVolksbankarealVolksbankarealVolksbankareal

Fertigstellung Studie
BGF 4.500 qm

 

Neues Weingut in den Reben… Die Suche nach einem geeigneten Grundstück für den neuen Keller von Siebe Dupf war geprägt von der Vorstellung, mit dem Neubau eine attraktive und der Öffentlichkeit zugängliche Produktionsstätte zu entwickeln. Die Idee, den Keller-Neubau als landwirtschaftlichen Betrieb auch in der Landschaft zu realisieren, brachte die Beteiligten zu einem außergewöhnlichen Grundstück im Wiedental. Aufgrund der Größe und Lage des Areals ist auch eine Anpflanzung von Reben auf einer Fläche von circa einem Hektar möglich. Insgesamt könnte hier ein schlüssiges und durchgängiges Weinprojekt entstehen: „Von der Rebe bis zur Flasche…“.

Mit dem vorgesehenen Entwurfskonzept einer maximalen Integration der Gebäude in die Natur entsteht eine optische Harmonie von Landschaft und Gebautem. Die Funktionen des neuen Kellers werden in den Berg „gesteckt“. Dadurch ergibt sich ein nachhaltiges und energieeffizientes Gesamtkonzept mit optimalen Lagerbedingungen für die Weinbereitung. Gleichzeitig nimmt die zurückhaltende Gestaltung Rücksicht auf die Natur.

Siebe Dupf KellereiSiebe Dupf KellereiSiebe Dupf KellereiSiebe Dupf KellereiSiebe Dupf KellereiSiebe Dupf Kellerei

Fertigstellung  Studie 2014
BGF 2.500 qm

Schloss Johannisberg ist eines der traditionsreichsten und renommiertesten Weingüter und eine Weinlage in Geisenheim im Rheingau. Das Weingut ist alleiniger Besitzer der 35 Hektar großen Lage auf den ihm umgebenden Hügeln, die zu den besten des Rheingaus zählt. Hier wird ausschließlich Riesling angebaut.

Das Weingut soll durch eine Produktionsfläche, einen Veranstaltungs- und Weinprobebereich vergrößert werden. Hierzu haben wir 2015 die untenstehende Studie erstellt. Das Projekt ruht derzeit.

Schloss JohannisbergSchloss JohannisbergSchloss JohannisbergSchloss Johannisberg

Fertigstellung Wettbewerb
BGF 1.500 qm

Aufgrund der außergewöhnlichen Lage des Baugrundstückes im Auslaufbereich des Hessentales zielt das Entwurfskonzept auf eine angemessene Zurückhaltung in dieser einzigartigen Landschaft des inneren Kaiserstuhles ab. Eine einfache und unauffällige Gliederung der Baumassen für das Weingut mit Gaststätte bestimmt die Gestaltung und Ausformung der Baukörper. Die Höhenstaffelung folgt dem natürlichen Geländeverlauf. Eine wirtschaftliche Bauweise mit intensiv begrünten Flachdächern wird eine zurückhaltende Erscheinung der Baukörper garantieren. Die Organisation der Funktionen entspricht der vorhandenen Geländesituation und ergibt einen logischen und natürlichen Prozess zur Weinbereitung. Die Orientierung der Vogelwirtschaft nach Südwesten mit herrlichem Ausblick in die Reblandschaft des Kaiserstuhls in Verbindung mit der unter der Gaststätte gelegenen Kelleranlage ermöglicht eine kompakte Bauweise. Aus Rücksicht auf einen möglichst schonenden Umgang mit der Natur haben wir den Großteil der Kraftfahrzeuge unter einem grünen Dach angeordnet. So leidet die Natur nicht unter den Störungen der Zivilisation. Betriebshof, Maschinenpark und Traubenannahme sind in einem überdachten, aber offenen Bereich vorgesehen. Die Aufsicht auf die Gebäude von den umgebenden Wanderwegen hat dabei eine große Bedeutung. Die Verwendung von wenigen und regionalen Materialien rundet die zurückhaltende Gestaltung ab. Ein schlichter Ausbau mit wenigen und einfachen Gestaltungsdetails sorgt für eine ruhige und angemessene Atmosphäre. Eine mögliche Baureserve im Norden des Grundstücks kann für vielfältige Anforderungen ausgearbeitet und in das Gesamtkonzept integriert werden.

Weingut VogelWeingut VogelWeingut VogelWeingut Vogel

Fertigstellung  Studie 2016
BGF 4.000 qm

Durch die Neuausrichtung der Unternehmensziele der Brauerei Ganter und die damit verbundene Konzentration des Produktionsbetriebes auf eine wesentlich kleinere Fläche im Westen des Ganter-Areals in Freiburg, wurde die Ausgangslage für eine Entwicklung dieses zentrumsnahen und sehr wertvollen Gebietes geschaffen. Das direkt an der Dreisam liegende Areal soll zukünftig neben dem Produktionsbereich auch gewerbliche und wohnungswirtschaftliche Nutzungen aufnehmen. Die historische und städtebauliche Mitte bildet hierbei die alte Mälzerei, welche in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und unter Denkmalschutz steht. Mit diesem historischen Gebäude wurde seinerzeit der Betrieb der Brauerei Ganter an der Schwarzwaldstrasse begonnen. Aufgrund der vorhandenen Baustruktur als Mälzereigebäude und der Denkmaleigenschaft wurde ein Entwurfskonzept entwickelt, welches den sehr tiefen Baukörper über eine großzügige Halle mit einer Oberlichtverglasung auch im Inneren mit Tageslicht versorgt. Gleichzeitig ergibt sich dadurch eine großzügige Transparenz und eine vielfältige Erschließung der inneren Flächen, welche auf 6 Geschosse verteilt sind. Zur Versorgung des 4. Obergeschosses mit ausreichend Tageslicht wurde ein zurückgesetztes, über Galerien erschlossenes 5. Obergeschoss als transparentes Attikageschoss aufgesetzt. Geplant ist die Nutzung des Gebäudes durch die Universität. Hierfür wurde im Erdgeschoss neben öffentlichen Flächen auch eine Cafeteria vorgesehen. Die mit der alten Mälzerei baulich in Verbindung stehenden Silo-Gebäude, welche in den 1970er und 1980er Jahren errichtet wurden, werden ebenfalls einer neuen Nutzung zugeführt. Hierfür wurden Wohnnutzungen in Loft-Form entwickelt, die sich in den bestehenden Silotürmen aufeinanderstapeln.

Ganter CampusGanter CampusGanter Campus

Logo Freier Architekt, Freiburg – geis & brantner, Johannes Klorer

Gartenstraße 23
79098 Freiburg
Telefon 07 61 / 29 28 70
Fax 07 61 / 29 28 728
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